Beautiful Struggle
Ein merkwürdiger Titel für eine Ausstellung. Und ein seltsamer Titel für die neuesten Werke von SMASH137. Was sehen wir? Einfarbig Flächiges schmiegt sich aneinander, um unverhofft aufzubrechen. Farbenfroh Lineares bindet sich, um sich zu lösen und wiederum zu finden. Balken bieten Halt und schaffen ein kontrastreiches Gefüge. Alles in allem eine Farbenpracht, die mitunter förmlich zu explodieren scheint. Und dennoch wirken die Gemälde durchwegs ausgewogen. Manchmal sind diese Kräfte um ein Zentrum gruppiert, dann wiederum bilden sie im Zwiegespräch liegende Gegengewichte. Ein unentwegtes Kommen und Gehen. Ebenso wie seine Writings sind auch die Gemälde von SMASH137 kraftvoll dynamische Ereignisse. Farben sind Kräfte und Malen bedeutet sich ständig in einer energetisch hoch komplexen Situation zu befinden und mit diesen Kräften zu ringen. Irgendwo in diesem Prozess voller Konfrontationen liegt das Gleichgewicht verborgen, das es zu finden und zu halten gilt. Das Ziel ist eine Harmonie bei gleichzeitig höchster Spannung zu gestalten. Wo sind die Grenzen des Bildes? Und wann sind sie erreicht? Obwohl Farbe von jedem anders gesehen und empfunden wird, spüren wir alle diese elementaren Kräfte, die den Prozess der Entstehung der Gemälde von SMASH137 ausmachen. Doch Farbe ist nur dann Farbe, wenn sie wirkt; wenn sie bewirkt und einwirkt. Beim Sehen wirken Formen und Farben als ein aus zahlreichen Augenblicken sich manifestierendes Seh-Ereignis zusammen und erlauben uns all dies wahrzunehmen: die Anstrengung, das Abgebildete in seiner Komplexität sehend zu verstehen, macht uns den Kampf seiner Entstehung sichtbar. So konstituiert erst dieses Ringen mit den Energien die Wirklichkeit, die abgebildet ist. Erst diese eigene Erfahrung des Betrachters macht den Prozess der Bildfindung des Künstlers sichtbar. Angesichts dessen bleibt offen, ob SMASH137 mit dem Titel „Beautiful Struggle“ das immerwährende Ringen des Künstlers mit dem Schönen schlechthin oder nicht doch eher die Schönheit des Kampfes, die „Kunst des Krieges“ selbst gemeint hat? (Text: Harald Kraemer)
Das amateur magazine hat die Smash Ausstellung in der Schweizer Speerstra Gallery mit einer Viedeo Tour begleitet.














































