ARTBERLIN-Interview mit Jim Avignon Ich stand außen und wollte nicht rein

01. Mai 2014, Berlin

ARTBERLIN portraitiert und interviewt den Künstler Jim Avignon: „Man erfährt doch viel mehr über das Leben, wenn etwas schief geht. Ich lebe das Unperfekte. Das perfekte System ist statisch, aber die Welt verändert sich doch ständig. Das Interessante für mich ist der Kipp-Moment.“

Die Welt entwickelt sich momentan in eine Richtung, die es mir schwer macht mit meinen humorvollen Motiven auf sie zu reagieren. Das Letzte was ich will, ist zynisch zu werden. Die politische Situation zwischen Ost und West hat für mich aber eine neue Liga aufgemacht. Vielleicht muss ich eine andere Form für meine Kunst finden, um ihr gerecht zu werden.

Der Pop Art Künstler hält inne und zwar nicht nur in unserem Interview, das wir mit ihm in der Villa Köppe im Grunewald führen. Er wird hier am 8. Mai zusammen mit den Künstlerinnen Uta Brauser und Eva Moll ihre Ausstellung I am going out for a coffee honey eröffnen. Er zieht die Bremse nach zwei Jahren intensivem Arbeiten, Reisen, Malen und Performen. Die Zeit davor hat er in NYC verbracht, was ihm einen gesunden Abstand zum Ausstellungswahn in Europa geschenkt hat.

Dabei wollte er eigentlich nie dazugehören.

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