Spiegel Artikel zur Umgestaltung des Innenraumes der Dorfkirche von Goldscheuer durch Stefan Strumbel

09. Juni 2011, Goldscheuer

Der Dorfkirche im baden-württembergischen Goldscheuer drohte das Schicksal Hunderter Gotteshäuser in Deutschland: Gläubige bleiben weg, Schließung, Abriss, Aus. Doch dann traf der Pfarrer einen Graffiti-Künstler. Die Geschichte eines göttlichen Rettungsplans.

Ein wenig schüchtern geht Hans-Dieter Udri, 70, auf den Mann zu, der in der Mitte der Kirche steht, Hände in den Hosentaschen, auf dem Kopf ein schwarzer Hut, um den Hals eine Gasmaske. „Sie sind der Stefan Strumbel?“, stellt Udri fragend fest. Dann beginnt er zu erzählen, von früher, als er noch Kind war, als jeder sonntags zur Messe ging, jung wie alt. Christ sei er, „ich glaub an des do“ sagt er in krachendem Alemannisch. Sein Blick wandert gen Kirchendach. Nur in die Messe gehe er kaum mehr.
Udri ist in dem kleinen Ort Goldscheuer einer von vielen Christen, die der Messe schon lange fern bleiben. Und er ist einer von vielen, die sich neuerdings wieder interessieren für ihre Dorfkirche, die wissen wollen, was der Strumbel da macht.

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